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Windmühlenmesser

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Im Jahre 1872 wurde die Firma von Robert Herder in Solingen gegründet; seitdem werden im Zeichen der Windmühle Messer von außergewöhnlicher Qualität und Form gefertigt. Es gibt nur wenige Produkte, die heute noch genau so hergestellt werden wie vor hundert Jahren – darum das Firmencredo: "Gute Messer sind von Hand gemacht"

Als Depot-Partner von Robert Herder können Sie aus dem kompletten Programm bestellen, auch über die Artikel hinaus, die hier auf der Seite abgebildet sind. Bitte sprechen Sie uns an!

ACHTUNG: Aufgrund des ernormen Erfolg der Windmühe am Markt, kann es für einzelne Messer längere Lieferzeiten geben. Wir möchten dies höflich endschuldigen!

Spezialitäten der Windmühle:

Carbonstahlmesser – eine fast vergessene Qualitätklingenlogoherder.jpg

Einer der Schwerpunkte der Windmühle sind Messer mit Klingen aus nicht-rostfreiem Kohlenstoffstahl bzw. Carbonstahlhl. Die Carbonstahlklingen gibt es schon seit jeher, lange bevor der rostfreie Stahl – auch oft als Edelstahl bezeichnet – erfunden wurde.

Charakteristisch für rostfreie Klingen sind der Zusatz Chrom (ca. 14 %) – das macht sie überhaupt erst rostfrei – und der niedrigere Kohlenstoffgehalt.

In Europa haben mitlerweile die rostfreien Messer die Carbonstahlmesser fast völlig verdrängt, obwohl diese an sich zum Schneiden besser geeignet sind. Aufgrund ihres reicheren Kohlenstoffgehaltes (meistens über 0,8 %) können sie höher gehärtet und damit dünner und schärfer geschliffen werden – für die Gemüsemesser wird deshalb überwiegend Carbonstahl verwandt.

Bei Tisch (Verfärbungen des Metalls) und bei bestimmten Flüssigkeiten (Milch- und Obstsäuren – Geschmacksbeeinträchtigung) wird deshalb ein rostfreies Messer vorgezogen. Im Laufe der Zeit bildet die Carbonstahlklinge eine Patina, diese ist völlig ungefährlich und schadet der Funktion des Messers nicht. Sollte aber die Verfärbung zu sehr stören, kann man die Klinge mit Wiener Kalk oder etwas Scheuermilch aufpolieren. So bekommt sie wieder ihren bläulich schimmernden Glanz zurück.

Aber ihre unbestritten hervorragenden Schneidequalitäten lassen mehr und mehr Küchenfreunde wieder diese alte Messerqualität vorziehen.

Der Solinger Dünnschliff

Im Gegensatz zu den meisten Messern von heute werden die „Windmühlenmesser" noch immer nach dem Prinzip des „Solinger Dünnschliffes" gefertigt.

Der Schliffwinkel wird anders als heute üblich weit oben angesetzt. Die Klinge wird dünn geschliffen und läuft schlank und sehr spitz auf die Schneide zu.

Das Ergebnis zeigt sich in der besonderen Schärfe und Schnitthaltigkeit.

Diese traditionelle Schliffart, an der die Windmühle noch heute festhält, wird selbst in Solingen kaum mehr praktiziert. Sie begründete jedoch einst die hohe Wertschätzung der Solinger Messer in aller Welt.

solingerduennschliff.jpg Achtung:
Hebeln, verkantetes Schneiden
und zu harte Schneidbretter vertragen
diese Klingen nicht. Zum Nachschärfen
braucht man sie nur 2-3 mal über den
Wetzstahl ziehen, nicht wie heute oft
üblich 10 mal und mehr.

Der "Kesselsche Walkschliff"

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Der Walkschliff gehört zu den traditionellen Schliffarten Solingens und wird nur noch bei der Windmühle angewandt. Messer, die in dieser Schliffart bearbeitet sind, haben die sogenannte "ballige" Geometrie. Diese Form gibt hohe Stabilität, erlaubt aber gleichzeitig eine überaus dünn und fein ausgeschliffene Schneide. Diesen Schliff anzubringen erfordert hohe Fachkenntnis und langjährige Erfahrung des Schleifers.

Die Nagel- oder Ringprobe

Die sprichwörtliche Schärfe der Windmühlenmesser mit dem „Solinger Dünnschliff" zeigt sich bei der sogenannten „Nagelprobe".

nagelprobe.jpgBei leichtem Druck auf den Daumennagel oder einen eisernen Prüfring erhebt sich bei der fein und dünn ausgeschliffenen Klinge eine kleine Wölbung an der Schneide.
Die Windmühle sagt dazu, „die Schneide zeigt sich" -ein besonderes Zeichen der „Windmühle", das eine außergewöhnliche Schärfe verspricht.

Jedes Windmühlenmesser wird während seines Entstehens mindestens 2 x dieser Kontrolle unterzogen.

 

 

Was ist Pließten und warum wird es gemacht?

Pließten bedeutet „Feinschleifen". Die Oberfläche der Klinge wird hierbei mittels einer Schmirgelpaste auf rotierenden Leder- oder Filzscheiben von der groben „Schleifriefe" (also den Schleifspuren) befreit.

Die Oberfläche erhält einen feineren, glatteren Riefen, der sich positiv auf die Schneidqualität und Schnitthaltigkeit auswirkt. Außerdem werden kleine, nicht erwünschte Unebenheiten und Fehler vom Schleifen hierbei weggenommen oder korrigiert und der schlanke Schliffwinkel nochmals etwas schmaler gezogen.

blaupliesstern.jpg

Pließten und Blaupließten

Das „Pließten" wird in unterschiedlichen Stufen durchgeführt, dem „Feinpließten" und dem „Blaupließten".
Diese Arbeitsgänge gehören seit je her zu den aufwendigsten Techniken des Solinger Schleifhandwerks, von denen das „Blaupließten" die höchste Stufe darstellt.
Solche Klingen erkennt man an ihrem bläulich- bis regenbogenfarbenen Schimmer. Diese Arbeit führt der Schleifmeister W. Fehrekampf durch, der als einer der letzten die feine Kunst der „blauen Messer" beherrscht und an die jungen Schleifer weitergibt.

Bei den Serien "Unikate aus Tradition", "Taschenzwerge", "CollectionWindmühle" und "Serie 1922" sind alle Messer blaugepließtert.

Gute Leistungen zahlen sich aus:

designpreise.jpgDas besondere Bemühen der Firma Robert Herder um das Thema Messer wird durch zahlreiche hochkarätige Designpreise belohnt. Neben hochwertigster Verarbeitung gibt es ständig neue Entwicklungen zur Form des Messers. So entstehen Messer von zeitloser Schönheit und höchster Funktionalität.





Zuletzt aktualisiert: Friday, 16 November 2018 19:05
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